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Man sollte es kaum glauben... Bettdecken, Deutscher Besuch und chinesischer Frühling

Falls mich jemand fragen sollte, was ich im Winter in China am meisten zu schätzen gelernt habe, müsste ich sagen: Defintiv meine Bettdecke!!! In Punkto Heizung sind Chinesen nämlich sehr eigen: Jeder Haushalt südlich des ChangJiang (im Deutschen besser bekannt als Jangtsekiang - einer der großen Ströme Chinas), der praktischerweise genau durch Nanjing fließt, bekommt statt einer Heizung eine Klimaanlage. Jeder Haushalt nördlich der Flusses bekommt eine Heizung. Juhu! Und mein Wohnheim in Downtown Nanjing, südlich des Flusses hat dementsprechend eine Klimaanlage abbekommen. Diese kann zwar auch warme Luft bis 32 Grad Celsius produzieren, aber sobald man sie für fünf Minuten ausschaltet ist die ganze Wärme wieder weg, da chinesische Isolierung so aussieht, dass sie nicht vorhanden ist :D. Spalten an Türen und Fenstern (die die Kälte auch durch selbstgebastelte Klebebandisolierung durchlassen), Betonboden, Betonwände.. Ja, es war spaßig. Als ich am 7.01. wieder in China eintraf, ging ich davon aus, Absschlussprüfungen schreiben zu müssen, hatte aber anscheinend falsche Informationen bekommen, denn ich hatte schon Ferien - bis zum 01.03. Ich war natürlich traurig, denn so hätte ich noch länger in Deutschland bleiben können und hatte erst einmal wieder großes Heimweh, zumal die meisten meiner hiesigen Freunde verreist waren. Ich selber hatte mit einer Freundin leider keine Tickets mehr ergattern können, sodass ich meine Ferien um das Chinesische Neujahr hauptsächlich im Bett verbrachte. Ich war wirklich sehr dankbar für meine gute europäische Bettdecke, die ich von Marijanne bekommen hatte. Mehrmals gab es auch einen Stromausfall, sodass ich bei Minusgraden, in meinem Wintermantel, einige Stunden unter der Bettdecke verbringen musste. Jaa, das klingt einsam. War es auch ein bisschen, aber ich habe trotzdem einiges mit Freunden unternommen und mich habe mich in dieser Zeit zumindest sehr gut ausruhen können. Mit vielen Freunden feierten wir am 31.01. ins Chinesische Jahr des Pferdes hinein, betrachteten das Feuerwerk und ließen uns die Trommelfelle von den Chinaböllern bombardieren (das, was in Deutschland als "Chinaböller" verkauft wird, ist gegen die wirklichen Chinaböller ein absoluter Witz, die sind nämlich in Europa verboten!!) Am 11.02. war es dann vorbei mit der "schönen" Ruhe, denn endlich kam Anne, mein heißersehnter Besuch aus der Heimat! Wir sind einen Tag nach ihrer Ankunft direkt in den Zug nach Suzhou gestiegen, wo wir bei wunderschönen, aber kaltem Wetter die Stadt besichtigten. Am Tiger Hill, einer sehr alten Pagode, die auf einem Berg mitten in der Stadt liegt, trafen wir Francis, einen 70 Jährigen chinesischen Opi, der nur noch höchstens der Hälfte seiner Zähne besitzt und uns auf Englisch ansprach und erzählte, dass er in Shanghai auf der katholischen Universität Englisch gelernt habe. Er meinte er sei katholisch und als wir ihm erzählten, wir seien ebenfalls Christen, war er sehr erfreut und sagte: "Oh, how great, we're Family, then!" Diese Begegnung hat uns sehr gefreut und beeindruckt. Die drei Tage in Suzhou waren sehr schön, leider zog ich mir dort eine sehr starke Erkältung zu, die mich drei Wochen lang ziemlich schaffte. Am 19.02. ging es weiter, nun hatte ich zwei meiner deutschen Mädels da, Michal kam auch aus Köln! Wir erkundeten gemeinsam die Sehenswürdigkeiten Nanjings für einige Tage, bevor wir nach Wuxi (Ausgesprochen Wuchi) und Shanghai aufbrachen. In Wuxi schauten wir uns die größte Statue der Welt an, einen 88 M hohen, stehenden Buddha auf dem Lingshan (Ling-Berg), den man schon aus einigen Kilometern Entfernung sehen kann. Wir waren wahnsinnig beeindruckt von so viel Größe. Jedem, der nach China fährt, kann ich diesen Ort nur empfehlen, die Statue steht in einem riesigen Park, mit Tempeln und Theatern, wir konnten in den paar Stunden gar nicht alles sehen! Am selben Abend ging es weiter nach Shanghai, wo wir ein gemütliches Zimmer im boomenden Finanzdistrikt Pudong bezogen, nur 200 Meter entfernt von Shanghais höchsten Gebäuden: dem Jinmao Tower, dem World Financial Center und dem sich kurz vor der Eröffnung befindenen Shanghai Tower, dem im Moment zweithöchsten Gebäude der Welt. Leider waren unsere Tage dort relativ verregnetm sodass wir nicht auf einen der Wolkenkratzer steigen konnten, aber der Regen bedeutete auch wenige Touristen, sodass wir berühmte Sehenswürdigkeiten wie den Yu-Garten und den Bund mit weit weniger Menschen als sonst teilen mussten. Einen Tag nach unserer Ankunft zurück in Nanjing, am 28.02. musste Anne auch schon leider wieder zurück fliegen und auch Michal verließ mich nach einer abenteuerlichen Massage-Erfahrung am 02.03. Danach hatte ich sofort wieder Unterricht, den ich jetzt nicht mehr nur mit meinem koreanischen Kommilitonen, sondern auch mit vier sehr netten Mädels aus Frankreich besuche. Der Frühling ist auch endlich eingetrudelt und ich laufe jeden Tag den Hügel von meinem Wohnheim zum Tor der Uni an Chinesen vorbei, die das Meer aus lila Blumen, das auf dem Hügel wächst, vorbei. Es sind mittlerweile weniger als 90 Tage, bis ich nachhause fahre und ich habe noch sehr viel vor bis dahin! Ich werde mit meinem Freund durch Jiangsu und zwei angrenzende Provinzen reisen. Ich freue mich unglaublich darauf, es sind schon wieder drei Monate vergangen, seit wir uns gesehen haben . Im Mai nach Guilin, eine Stadt im Süden Chinas, die ich schon seit Jahren sehen will fahren. Aber davon mehr beim nächsten Mal. Bald. Versprochen!
22.3.14 12:42
 


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