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Dies ist meine offizielle China-Informationsseite, auf der ihr alles was ich so an der Hohai-University, in Nanjing, China, erlebe, "hautnah" miterleben koennt! Viel Spass! (:

Alter: 26
 
Universität: Hohai University in Nanjing, China



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Hitze, Bergsteigen und Prüfungen...

Jetzt ist es Mai, der Frühling ist in vollem Gange und ich habe weniger als 40 Tage, die mir in Nanjing verbleiben. Immer, wenn ich darüber nachdenke, bin ich geschockt, wie schnell diese Monate umgegangen sind... Seit dem letzten Eintrag ist wieder einiges passiert: Am 3. April habe ich mich frühmorgens auf nach Shanghai zum Flughafen Pudong gemacht, um Marius abzuholen. Endlich! Ich glaube, ich habe schon Wochen vorher angefangen, alle meine Freunde damit zu nerven.. Nach einem freudigen Wiedersehen sind wir dann erstmal zurück nach Nanjing gefahren, wo wir einige Tage verbrachten und uns viele Sehenswürdigkeiten anschauten. Die meisten davon kannte ich natürlich schon, aber einige davon waren auch mir neu und ich habe einige weitere wunderschöne Stellen in Nanjing kennengelernt. Abends gingen wir oft in eine hübsche Bar, oder ein Teehaus, oder mit meinen Freunden aus. Dann ging es zu unserem ersten Ausflug. Nach Huangshan, den gelben Bergen, die zu Chinas fünf heiligen Gebirgen gehören und mit ihren schroffen Felsen zu einer der meist-abgebildetsten Landschaften in China gehören. Diesen Ausflug hatte ich Marius zu Weihnachten geschenkt. Leider gibt es von Nanjing nach Huangshan City (das ironischerweise kanpp 50 KM von Huangshan entfernt liegt) keinen Tranrapid-Zug, sodass wir knappe sechs Stunden auf harten Sitzen, zwischen 5489438932 schnarchenden und rülpsenden Chinesen ausharrten, die irgendwann, wie nach einer geheimen Uhr gestellt, alle ihre Pappkartons mit Instantnudeln herauskramten.. Aber auch das überlebten wir und kamen müde in unserem kleinen Hotel an. Am nächsten Tag machten wir uns dann mit einem Kleinbus von Huangshan City aus nach Tangkou, das traditionell der Ausgangspunkt für die Bergtouren ist. Von Tangkou aus wurden wir dann mit einem weiteren Bus ins Gebirge gefahren, auf unglaublich engen Serpentinenstraßen, die die Fahrer selbst bei starkem Gegenverkehr mit einer geradezu unnatürlichen Ruhe und Geschwindigkeit nahmen. Also ein erstes kleines Abenteuer... Nachdem wir unsere Nervenenden wieder eingesammelt und unsere Tickets gekauft hatten, machten wir uns an den Aufstieg. Schon von unten hatte man einen wunderschönen Ausblick auf die Bergspitzen, die zwischendurch immer wieder (ganz romantisch, wie es der Chinese mag) zwishcen Wolkenfetzen versanken und dadurch helle Begeisterungsstürme bei allen Leuten, die sich mit uns zusammen die endlosen Treppenstufen hoch schoben, hervorriefen. diese Treppenstufen waren wirklich endlos. Ich weiß nicht genau wie viele es waren, aber ich schätze es waren zwischen 2500 und 3000. Wir mussten zwischendurch immer wieder Pausen einlegen, weil wir so erschöpft waren (Kann man uns aber auch nicht verdenken, oder?) und wurden dabei neben den Bergen ein weiteres Anschauungsobjekt für die Chinesen, die tuschelten, auf uns zeigten und wenn sie ganz mutig waren, uns um ein Foto baten. Alles kein Problem, aber wenn man verschwitzt und müde ist, würde man lieber in Ruhe gelassen werden . Nach 2,5 Stunden waren wir schließlich auf einem Aussichtspunkt unter dem höchsten Gipfel, den wir aber ausfallen ließen, weil wir uns nicht noch einmal die gleiche Anzahl an Stufen hochquälen wollten.. Stattdessen liefen wir eine große Runde von besagtem Aussichtspunkt aus und konnten viele wirklich spektakuläre Gipfel und die berühmten "Willkommens-Pinien" sehen, die sich als letzte Posten von Vegetation an den nackten Fels klammern. Als wir wieder hinunter stiegen sagten wir ein ums andere Mal: "Ich kann kaum glauben, dass wir wirklich hier hinauf gelaufen sind." Am nächsten Tag war ich absolut tot und froh, dass wir nicht nochmal Bergsteigen mussten. Stattdessen fuhren nachmittags, nach einem Stadtbummel durch Huangshan City zu einem von Menschen gemachten Höhlensystem, das vor einigen Jahren von einem Bauern entdeckt wurde, als er eine entlaufene Kuh suchte. Man weiß bis heute nicht, wann genau, zu welchem Zweck, oder von wem diese Höhlen gegraben wurden, aber man hat sich viel Mühe mit der Restauration gegeben und Präsident Jiang Zemin hat sie persönlich "Die geheimnisvollen Grotten von Huashan" getauft. Von Huangshan ging es direkt weiter nach Hangzhou, um Freunde zu besuchen, die dort studieren. Mit dem Wetter hatten wir leider nicht ganz so viel Glück, aber es war schön so viele Freunde nach Monaten wiederzusehen. Wir besichtigten den berühmten Westsee, eine kleine Pagode auf einem Berg und kletterten auf Felsen herum. Danach fuhren wir (diesmal zum Glück mit einem sehr schnellen Zug) zurück nach Nanjing und verbrachten dort noch einige, schön sonnige Tage. Am Schluss ging es noch für einige Tage nach Shanghai, von wo Marius auch wieder abflog. Leider war auch in Shanghai das Wetter eher verregnet. Aber ich war trotzdem (wie jedes Mal) begeistert von dieser pulsierenden Stadt und auch Marius hat es sehr gut gefallen. Als Highlight gingen wir am letzten Abend in die Cloud 9 Bar im Grand Hyatt. Dieses befindet sich im Jinmao Tower (https://www.google.com/search?q=jin+mao+tower&rlz=1C1CHIK_deDE523DE523&es_sm=93&source=lnms&tbm=isch&sa=X&ei=CgtvU-qlMMfdoASWpoKACA&ved=0CAgQ_AUoAQ#facrc=_&imgdii=_&imgrc=qMh5mB_20ugdTM%253A%3BkYrjlosy_C0EAM%3Bhttp%253A%252F%252Fupload.wikimedia.org%252Fwikipedia%252Fcommons%252F7%252F7d%252FShaghai_Jin_Mao.JPG%3Bhttp%253A%252F%252Fde.wikipedia.org%252Fwiki%252FJin_Mao_Tower%3B1024%3B1536 ) im Stadtteil Pudong und hat die höchste Bar Shanghais im höchsten Hotel der Welt. Allein schon der Aufzug Trip nach oben war aufregend, man muss dreimal den Aufzug wechseln, ehe man im 88. Stock ankommt. Dafür wird man mit einer sehr exklusiven Atmosphäre und einem spektakulären Ausblick auf Shanghai belohnt. Wir konnten uns einen Fensterplatz sichern und hatten viel Spaß dabei, auf die glitzernde Stadt zu gucken. Das war mein Weihnachtsgeschenk von Marius gewesen und ich habe es sehr genossen! Am nächsten Abend ging es dann für Marius zurück nach Deutschland und für mich nach Nanjing. Ein tränenreicher Abschied (von meiner Seite ) war natürlich garantiert! Doch diesmal ist der Abschied nicht für lange, in einem guten Monat geht es ja schon wieder nachhause. Doch bis dahin habe ich noch viel vor, es ist richtig warm geworden seit Anfang Mai und ich versuche so viel Zeit wie möglich in der Sonne zu verbringen, am See oder auf der Wiese. Ich habe meine Zwischenprüfung erfolgreich hinter mich gebracht und bin gespannt wie ich abgeschnitten habe. Außerdem habe ich ja schon übermorgen Geburtstag (Juhuu, wieder ein Jahr weniger bis 30...) und habe eine Geburtstags-/Abschiedsparty geplant. Und so langsam muss ich auch schon meine Rückreise planen. Der Koffer mit Winterkleidern ist schon auf dem Rückweg nach Deutschland und kommt hoffentlich gleichzeitig mit mir an.. Ein paar Tage vor meiner Abreise werde ich noch mit ddrei Freundinnen in den Süden nach Guilin, eine Stadt in der Südchinesischen Provinz Guangxi fahren, um mir dort meinen Traum, die spektakulären Berge entlang des Perlflusses anzusehen. Aber davon beim nächsten Mal mehr...
11.5.14 07:46


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Man sollte es kaum glauben... Bettdecken, Deutscher Besuch und chinesischer Frühling

Falls mich jemand fragen sollte, was ich im Winter in China am meisten zu schätzen gelernt habe, müsste ich sagen: Defintiv meine Bettdecke!!! In Punkto Heizung sind Chinesen nämlich sehr eigen: Jeder Haushalt südlich des ChangJiang (im Deutschen besser bekannt als Jangtsekiang - einer der großen Ströme Chinas), der praktischerweise genau durch Nanjing fließt, bekommt statt einer Heizung eine Klimaanlage. Jeder Haushalt nördlich der Flusses bekommt eine Heizung. Juhu! Und mein Wohnheim in Downtown Nanjing, südlich des Flusses hat dementsprechend eine Klimaanlage abbekommen. Diese kann zwar auch warme Luft bis 32 Grad Celsius produzieren, aber sobald man sie für fünf Minuten ausschaltet ist die ganze Wärme wieder weg, da chinesische Isolierung so aussieht, dass sie nicht vorhanden ist :D. Spalten an Türen und Fenstern (die die Kälte auch durch selbstgebastelte Klebebandisolierung durchlassen), Betonboden, Betonwände.. Ja, es war spaßig. Als ich am 7.01. wieder in China eintraf, ging ich davon aus, Absschlussprüfungen schreiben zu müssen, hatte aber anscheinend falsche Informationen bekommen, denn ich hatte schon Ferien - bis zum 01.03. Ich war natürlich traurig, denn so hätte ich noch länger in Deutschland bleiben können und hatte erst einmal wieder großes Heimweh, zumal die meisten meiner hiesigen Freunde verreist waren. Ich selber hatte mit einer Freundin leider keine Tickets mehr ergattern können, sodass ich meine Ferien um das Chinesische Neujahr hauptsächlich im Bett verbrachte. Ich war wirklich sehr dankbar für meine gute europäische Bettdecke, die ich von Marijanne bekommen hatte. Mehrmals gab es auch einen Stromausfall, sodass ich bei Minusgraden, in meinem Wintermantel, einige Stunden unter der Bettdecke verbringen musste. Jaa, das klingt einsam. War es auch ein bisschen, aber ich habe trotzdem einiges mit Freunden unternommen und mich habe mich in dieser Zeit zumindest sehr gut ausruhen können. Mit vielen Freunden feierten wir am 31.01. ins Chinesische Jahr des Pferdes hinein, betrachteten das Feuerwerk und ließen uns die Trommelfelle von den Chinaböllern bombardieren (das, was in Deutschland als "Chinaböller" verkauft wird, ist gegen die wirklichen Chinaböller ein absoluter Witz, die sind nämlich in Europa verboten!!) Am 11.02. war es dann vorbei mit der "schönen" Ruhe, denn endlich kam Anne, mein heißersehnter Besuch aus der Heimat! Wir sind einen Tag nach ihrer Ankunft direkt in den Zug nach Suzhou gestiegen, wo wir bei wunderschönen, aber kaltem Wetter die Stadt besichtigten. Am Tiger Hill, einer sehr alten Pagode, die auf einem Berg mitten in der Stadt liegt, trafen wir Francis, einen 70 Jährigen chinesischen Opi, der nur noch höchstens der Hälfte seiner Zähne besitzt und uns auf Englisch ansprach und erzählte, dass er in Shanghai auf der katholischen Universität Englisch gelernt habe. Er meinte er sei katholisch und als wir ihm erzählten, wir seien ebenfalls Christen, war er sehr erfreut und sagte: "Oh, how great, we're Family, then!" Diese Begegnung hat uns sehr gefreut und beeindruckt. Die drei Tage in Suzhou waren sehr schön, leider zog ich mir dort eine sehr starke Erkältung zu, die mich drei Wochen lang ziemlich schaffte. Am 19.02. ging es weiter, nun hatte ich zwei meiner deutschen Mädels da, Michal kam auch aus Köln! Wir erkundeten gemeinsam die Sehenswürdigkeiten Nanjings für einige Tage, bevor wir nach Wuxi (Ausgesprochen Wuchi) und Shanghai aufbrachen. In Wuxi schauten wir uns die größte Statue der Welt an, einen 88 M hohen, stehenden Buddha auf dem Lingshan (Ling-Berg), den man schon aus einigen Kilometern Entfernung sehen kann. Wir waren wahnsinnig beeindruckt von so viel Größe. Jedem, der nach China fährt, kann ich diesen Ort nur empfehlen, die Statue steht in einem riesigen Park, mit Tempeln und Theatern, wir konnten in den paar Stunden gar nicht alles sehen! Am selben Abend ging es weiter nach Shanghai, wo wir ein gemütliches Zimmer im boomenden Finanzdistrikt Pudong bezogen, nur 200 Meter entfernt von Shanghais höchsten Gebäuden: dem Jinmao Tower, dem World Financial Center und dem sich kurz vor der Eröffnung befindenen Shanghai Tower, dem im Moment zweithöchsten Gebäude der Welt. Leider waren unsere Tage dort relativ verregnetm sodass wir nicht auf einen der Wolkenkratzer steigen konnten, aber der Regen bedeutete auch wenige Touristen, sodass wir berühmte Sehenswürdigkeiten wie den Yu-Garten und den Bund mit weit weniger Menschen als sonst teilen mussten. Einen Tag nach unserer Ankunft zurück in Nanjing, am 28.02. musste Anne auch schon leider wieder zurück fliegen und auch Michal verließ mich nach einer abenteuerlichen Massage-Erfahrung am 02.03. Danach hatte ich sofort wieder Unterricht, den ich jetzt nicht mehr nur mit meinem koreanischen Kommilitonen, sondern auch mit vier sehr netten Mädels aus Frankreich besuche. Der Frühling ist auch endlich eingetrudelt und ich laufe jeden Tag den Hügel von meinem Wohnheim zum Tor der Uni an Chinesen vorbei, die das Meer aus lila Blumen, das auf dem Hügel wächst, vorbei. Es sind mittlerweile weniger als 90 Tage, bis ich nachhause fahre und ich habe noch sehr viel vor bis dahin! Ich werde mit meinem Freund durch Jiangsu und zwei angrenzende Provinzen reisen. Ich freue mich unglaublich darauf, es sind schon wieder drei Monate vergangen, seit wir uns gesehen haben . Im Mai nach Guilin, eine Stadt im Süden Chinas, die ich schon seit Jahren sehen will fahren. Aber davon mehr beim nächsten Mal. Bald. Versprochen!
22.3.14 12:42


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